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Praxis im Norden
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Der Leidenschaft verpflichtet. Weil Gesundheit keine Kompromisse kennt.

Gefäßerkrankungen –
eine unterschätzte Gefahr

Mit Vorsorge gehen Sie auf Nummer sicher!

Gefäßerkrankungen stellen eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Gesundheit dar. Sie zählen heute zu den hauptsächlichen Erkrankungen unserer Gesellschaft - laut Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehen Gefäßerkrankungen an erster Stelle der häufigsten Todesursachen in den Industrieländern.

Zusammen mit dem Herzen als Pump- und Verteilungsstation bilden die Transportwege in unserem Körper ein sehr komplexes System zur Versorgung aller Körperzellen und zum Abtransport von Stoffwechselendprodukten aus den Körperzellen. Wenn bei Ihnen Blutgefäße verstopft oder verengt sind, werden Organe und Zellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Minderversorgung schädigt alle Körperbereiche.

Gefäßerkrankungen werden in Krankheiten des zuführenden (arteriellen) Systems und des ableitenden (venösen und lymphatischen) Systems eingeteilt.

Frau Rentzsch in einer Behandlung

Arteriosklerose häufigste Erkrankung im arteriellen Gefäßsystem

Zu den Arterien des Körperkreislaufs gehören der Aortenbogen, die Armarterien, die Bauchaorta sowie die Beinarterien. Ablagerungen an den Gefäßwänden und entzündliche Prozesse führen zu einer Einengung (Stenose) oder einem Totalverschluss. Die Arteriosklerose (Arterienverkalkung) verläuft häufig über Jahre und Jahrzehnte bis sie zu Beschwerden führt. Akute Gefäßverschlüsse können lebensbedrohliche Auswirkungen haben.

Abhängig vom betroffenen Gewebe treten bei Arteriosklerose ganz unterschiedliche Beschwerdebilder auf. Ist zum Beispiel die Halsschlagader von einem Verschluss betroffen, kommt es zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff – Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Einschränkungen der Merkfähigkeit sowie die Gefahr eines Schlaganfalls können die Folge sein.

Krankhafte Schmerzen beim Gehen, die im Ruhezustand nachlassen sind typisch für die sogenannte Schaufensterkrankheit. Sie wird durch eine arteriosklerotische Gefäßverkalkung der Beine bedingt.

Ein akuter arterieller Verschluss (arterielle Thrombose) äußert sich mit plötzlichen heftigsten Schmerzen im betroffenen Arm oder Bein oder im Fall der Halsarterie mit einem Schlaganfall. Hier ist sofortiger Handlungsbedarf erforderlich! Die betroffenen Organe (Arm oder Bein) sind dann ganz plötzlich eiskalt, schneeweiß, zunächst stark schmerzhaft, später gefühllos und man kann die Extremität aufgrund des Durchblutungsverlustes nicht mehr richtig bewegen.

Häufige Ursachen sind sogenannte arterielle Embolien. Im Herzen – bedingt durch Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder einer Entzündung der Herzklappen - oder in der großen Hauptschlagader bilden sich aufgrund von Ablagerungen Blutgerinnsel, die sich akut lösen können und über die Blutbahn in den Körperkreislauf gelangen. Es kommt zu akuten Verschlüssen in den kleiner werdenden Gefäßen in der Peripherie. Da durch das akute Geschehen keine Umgehungskreisläufe vorhanden sind, besteht durch die akute Minderdurchblutung der Organe höchste Lebensgefahr!

Von einer arteriellen Verschlusskrankheit (AVK) spricht man, wenn es zu einem chronischen Verschluss der Aorta oder einer arm- oder beinversorgenden Arterie kommt. Ist eine herzferne (periphere) Arterie in Armen oder Beinen betroffen, handelt es sich um eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).

Folge einer Arteriosklerose kann auch ein Aneurysma sein, die krankhafte Erweiterung einer Schlagader. Platzt ein Aneurysma, kommt es zu einer inneren (lebensbedrohlichen) Blutung. Am häufigsten ist das Bauchaortenaneurysma, das aber meistens unbemerkt bleibt. Die Größenzunahme der Bauchaorta kann jedoch Rückenschmerzen bedingen, die oft zu Diagnosen wie Wirbelsäulenerkrankung oder Nierenleiden führen. Reißt das Bauchaortenaneurysma treten ein unerträglicher Bauchschmerz mit Ausstrahlung in den Rücken, Übelkeit und Brechreiz auf. Nur durch einen sofortigen chirurgischen oder endovaskulären Eingriff ist ein Überleben möglich.

Wenn Venen müde werden …

Blatt

Das Venensystem unseres Körpers ist dafür zuständig, das sauerstoffarme („verbrauchte“) Blut von den peripheren, herzfernen Regionen des Körpers wieder zum Herzen zurückzuführen. Man unterscheidet dabei ein oberflächliches und ein tiefes Venensystem. 90 Prozent des Blutes werden aus den tiefergelegenen Venen zum rechten Herzen geführt und von dort in die Lungen weitergepumpt. Hier erfolgt die Sauerstoffaufnahme.

Den Rückfluss des Blutes über die Beinvenen übernehmen Venenklappen und die Muskelpumpe. Die Venenklappen sind taschenförmige Ausstülpungen der Gefäßinnenwand, die wie eine Art Rückschlag-Ventil funktionieren. Gesunde Venen sorgen dafür, dass das Blut nur in Richtung Herz fließt. Zudem sorgen die Muskeln durch Kompression für den Blutfluss. Bei Bewegung ziehen sie sich zusammen und üben Druck auf die umliegenden Venen aus - das Blut wird entgegen der Schwerkraft in Richtung Herz gepumpt. Erschlaffen die Muskeln, erweitern sich die Gefäße wieder.

Anzeichen von krankhaften Entwicklungen können z.B. schwere, müde geschwollene Beine sein oder die Bildung von Krampfadern (Varizen) und Besenreisern. Ebenso gehören tiefe und oberflächliche Thrombosen, die chronisch venöse Insuffizienz (Erkrankung der Venenklappen mit Folgeveränderungen) sowie Venenentzündung zu den Erkrankungen des venösen Systems.

Vorsorge kann Leben retten
Frühzeitige Diagnostik und regelmäßige Kontrolle sind von größter Bedeutung

Ob Krampfadern, Besenreiser oder Durchblutungsstörungen: In der Praxis im Norden bieten wir Ihnen eine umfassende Versorgung Ihrer Gefäßerkrankung. Ein besonderer Schwerpunkt unserer diagnostischen Maßnahmen besteht in Ultraschalluntersuchungen (Farbduplex, Frequenzdoppler) und Funktionstests des arteriellen und venösen Gefäßsystems. Hierbei handelt es sich um schmerzfreie, Sie nicht belastende Untersuchungen, die eine umfangreiche Darstellung fast Ihres gesamten Gefäßsystems ermöglichen.

Je nach Schweregrad behandeln wir Ihre Beschwerden

  • konservativ mit Medikamenten wie z. B. Blutverdünnern
  • physiotherapeutisch z. B. mit einem Gehtraining bei Vorliegen der Schaufensterkrankheit
  • oder mit schonenden minimal-invasiven Operationsverfahren z. B. bei Erweiterungen von Gefäßengen durch Ballonkatheter oder Stenteinbringung

Als langjährig erfahrene Gefäßspezialistin entwickelt Simone Rentzsch ganz individuell eine exakt auf Ihr Krankheitsbild und Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Therapie. Alle von ihr angebotenen Behandlungen basieren auf neusten medizinischen Erkenntnissen.

Besonders am Herzen liegt Simone Rentzsch die Prävention, die es ermöglicht, versteckte Krankheitsbilder frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Durch Vorsorgeuntersuchungen erhalten Sie ein genaues Bild über den Zustand Ihres Gefäßsystems.

Was Sie selbst für gesunde Gefäße tun können

Frau macht Sport

Die Ursachen für Gefäßerkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose sind vielfältig. Insbesondere begünstigen Rauchen, mangelnde Bewegung und falsche Ernährung das Krankheitsbild. Zusätzlich wird die Erkrankung durch erhöhte Blutdruckwerte, Diabetes und durch familiäre Veranlagung gefördert.

Werden Sie aktiv und verringern Sie Ihr Risiko für Gefäßerkrankung und ihre Folgen:

  • Meiden Sie Nikotin!
  • Treiben Sie regelmäßig Sport!
  • Ernähren Sie sich gesund!
  • Meiden Sie regelmäßigen Alkoholkonsum!
  • Versuchen Sie, Ihr Normalgewicht zu erreichen bzw. zu halten!

Gerne beraten wir Sie!